Das Flößer- und Gasthaus Goldener Anker wird im Jahre 1722 erbaut.
Es symbolisiert heute als letztes verbleibendes Flößerhaus im Stadtkreis Pforzheim die einstige wirtschaftliche Bedeutung der Schwarzwaldflößerei. Im Jahr 2005 greift die Besitzerin des Gebäudes - die STADTBAU GmbH - die Überlegung wieder auf, das Gebäude erneut seiner ursprünglichen Verwendung zuzuführen.
Zusammen mit der Gesellschaft für Beschäftigung und berufliche Eingliederung mbH Pforzheim (GBE) konnte im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL der Umbau und die Modernisierung durchgeführt werden und gleichzeitig Langzeitarbeitslosen im Baubereich eine Beschäftigung ermöglicht werden.
Unterstützt wurden sie dabei von Handwerksbetrieben aus DilIweißenstein. Seitdem hatten von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Menschen hier die Möglichkeit, innerhalb einer niedrigschwelligen Maßnahme vom Jobcenter der Stadt Pforzheim die Berufsbilder des Gastgewerbes kennenzulernen. Sie können in ihrer Ausbildung von der IHK zertifizierte Qualifzierungsbausteine erwerben, die sie auf einen späteren Einstieg ins Gastgewerbe vorbereiten.
Daneben hat der Goldene Anker Praktikums- und Ausbildungsplätze angeboten sowie diverse Beschäftigungsmöglichkeiten, unter anderem auch für Menschen mit Behinderung.
Nach neunzehn lebendigen Schaffensjahren schließt der Goldene Anker als Lernbetrieb und Restaurant am 22.12.2025 seine Türen.
Der „Anker“ war für viele Menschen die arbeitslos waren ein Sprungbrett in ihr neues Arbeitsleben. Sie managen heute ganze Gastrobetriebe, stehen in verantwortlichen Positionen in der Küche oder haben der Gastro den Rücken gekehrt, weil sie gemerkt haben, dass Dienstleistung nicht ihr beruflicher Weg sein wird. Das eigene Talent erkennen und den für sie geeigneten beruflichen Weg anfangen zu gehen war elementar für ein unabhängiges Leben weg von Transferleistungen.
Der Anker war für die zahlreichen sympathischen Gäste ein Restaurant, ein Begegnungsort mit einem vielfältigen Speiseangebot und dazu aus biologischem Anbau.
Und last but not least war er ein Ort, der mit seinem großartigen Kulturprogramm die unterschiedlichsten Leute angesprochen und sie zusammen gebracht hat. Und genau diesen Ort versuchen wir mit unserer Moderation zu erhalten.
